Leadership Kommunikation: Einfach und originell

Egal ob in Meetings, auf Panels oder vor der Belegschaft – wirkungsvolle Kommunikation folgt vier Kriterien: Struktur, Anschaulichkeit, Kürze und Einfachheit.

Leadership Kommunikation: Einfach und originell

Egal ob in Meetings, auf Panels oder vor der Belegschaft – wirkungsvolle Kommunikation folgt vier Kriterien: Struktur, Anschaulichkeit, Kürze und Einfachheit.

Leadership braucht prägnante Aussagen, starke Bilder und persönliche Statements, die Orientierung geben. Sprachlich einfach, sauber angeordnet und pfiffig. Nur dann entfalten Führungskräfte ihre Wirkung.

Was sehen wir heute? Nach wie vor zu viele Chart-Präsentationen - textlastig und selbsterklärend. Abgelesene Reden, die zwangsläufig schriftlich klingen. Auf der Sachebene bemühte Führungskräfte mit Balken – und Tortendiagrammen. Die Mitarbeiter auf der Betriebsversammlung, die bei den Erklärungen des Managers vor allem eines empfindet: Distanz. Ein Jammer, denn mündliche Kommunikation ist ein wirkungsvolles Führungsinstrument – intern und extern.

Was blockiert Führungskräfte in ihrer Wirkung?

1. Die Powerpointfalle - Powerpoint ist stark, wird aber als Dokument missbraucht. Textfolien helfen beim Lesen, nicht beim Zuhören. Sprecher nutzen das Dokument als Stütze und verfehlen damit ihre Redeabsicht: Menschen für ihre Ideen zu gewinnen. Was zählt, ist Originalität. Pfiffiges, das sich vom grauen Alltag abhebt.

2. Die Abstimmungsmühle – Ein Redeanlass naht. Viele häkeln am Redekonzept. Am Ende der Abstimmung steht, was inhaltlich richtig und vollständig ist. Nicht das, was Menschen abholt. Abgestimmt wird nur Schriftliches. Was Leadership jedoch braucht, ist mündlicher Text für’s Ohr mit einfachen, verständlichen Botschaften. Die Abstimmungsmühle weiß dies zu verhindern.

3. Der Sprachschock - Management spricht St. Gallisch. Das wirkt auf Mitarbeiter fremd und unverständlich. Und Unternehmen entwickeln einen eigenen Jargon – meist Denglish: „Topic ist tricky – wie languagen wir das?“ Die Abkürzungswut tut ihr Übriges: „VZK ist dann PL, wenn CSR mit UV spricht.“

Wahrnehmung ist Wahrheit. Führung hat die Chance, Wahrnehmung und Wahrheit zur Deckung zu bringen. Kommunikation ist hierfür das Vehikel. Mündliche Kommunikation braucht emotionale Kompetenz, rhetorisches Know-how, den Mut zur Einfachheit und Originalität. Dann schafft Kommunikation das, was sie am besten kann: Das Gemeinsame.